Dank privater Initiative wieder eine Bundesfeier in Luzern

Zum ersten Mal seit 40 Jahren findet in der Stadt Luzern wieder eine grosse Bundesfeier statt. An prominenter Lage beim KKL und mit Bundespräsidentin Doris Leuthard als Rednerin. Weshalb am 31. Juli gefeiert wird und warum sich die Stadt nicht am Anlass beteiligen will, erklärt Initiatorin und CVP-Nationalrätin Andrea Gmür.



Andrea Gmür, warum braucht die Stadt Luzern eine eigene Bundesfeier?

Eine Stadt wie Luzern ohne Bundesfeier: Das geht meiner Ansicht nach nicht! Luzern ist die Stadt im Herzen der Schweiz und hat einen engen geschichtlichen Bezug zur Gründung der Eidgenossenschaft. An einer Bundesfeier darf man dankbar zurückblicken und gleichzeitig offen in die Zukunft schauen. Und deshalb soll es auch in Luzern für die Bevölkerung wieder eine richtige 1. August-Feier geben, zum ersten Mal seit rund 40 Jahren.

Was darf man von der Bundesfeier erwarten, wie sieht das Programm aus?

Es wird ein Fest für Alt und Jung, ein kunterbuntes Familienfest. Auch das Brauchtum wird gepflegt. Die Feier beginnt um 16 Uhr auf dem Europaplatz vor dem KKL. Bis um Mitternacht wird den Besucherinnen und Besuchern ein Unterhaltungsprogramm geboten. Zudem wird es eine Mitternachtsüberraschung geben. Es freut mich sehr, dass Bundespräsidentin Doris Leuthard die Festrede hält.  


Wer organisiert die Feier?

Sie wurde von der CVP Stadt Luzern initiiert und zu einem grossen Teil auch organisiert. Getragen wird sie vom extra dafür gegründeten „Verein 31/07 Bundesfeier“. Im Vereinsvorstand sind die CVP Stadt Luzern, Luzern Tourismus, das KKL Luzern, die Schifffahrtsgesellschaft und die Pro Juventute vertreten. Auch Jungwacht und Blauring engagieren sich. Sie sehen: Die Feier ist breit abgestützt und wir werden von verschiedenen Seiten unterstützt.


Wie wird die Feier finanziert?

Wir haben ein Budget von rund 60‘0000 Franken, finanziert von Privaten und Unternehmen. Die meisten Geldgeber kommen aus der Stadt Luzern. Sie finden die Bundesfeier eine tolle Sache.


Und wie beteiligt sich die Stadt Luzern?

Die Stadt Luzern erachtet die Bundesfeier als nicht wirklich nötig. Der Stadtrat sieht kein Bedürfnis. Ich bedaure auch, dass vier von fünf Stadträten schon im Februar wussten, dass sie Ende Juli in den Ferien sind. Umso mehr freue ich mich, dass Finanzdirektorin Franziska Bitzi Staub an der Feier teilnehmen wird.


Es stellt sich schon die Frage, ob es in der Stadt Luzern tatsächlich ein weiteres Fest braucht. Wenige Tage vor der Bundesfeier endet das Blue Balls Festival.

Eine 1. August-Feier ist nicht einfach ein Fest mehr, sondern eine spezielle Gelegenheit, den Geburtstag der Eidgenossenschaft zu feiern.


Die Feier findet am 31. Juli statt, nicht am 1. August. Warum?

Das hat auch mit dem dicht gedrängten Terminkalender unserer Bundespräsidentin Doris Leuthard zu tun. Andererseits bietet sich so die reizvolle Möglichkeit, in den 1. August hineinzufeiern. Und private Feiern werden nicht konkurrenziert.


Wie feiern Sie den 1. August?

Früher mit den Kindern mit Lampions, Raketen und Zuckerstöcken; jetzt, wo die Kinder selber unterwegs sind, oft mit Freunden. Im letzten Jahr waren wir in den Ferien im Tessin. Aber egal wo wir gerade sind, wir feiern den 1. August immer und überall. Das ist mir wichtig.



Weitere Informationen finden Sie hier: www.bundesfeier-luzern.ch 



Das Interview wurde geführt von Adrian Bühler, Partner bei Communicators. Er ist persönlicher Mitarbeiter von Nationalrätin Andrea Gmür-Schönenberger.

03. Juli 2017, Blogbeitrag

New comment

0 comments

Newsletter anmelden

* Pflichtfelder