Bei Schweizer Wählern wäre John F. Kennedy durchgefallen

Vor einigen Tagen publizierte die NZZ einen Artikel über die Bedeutung von Mittelinitialen. Mittelinitialen? Genau: John F. Kennedy, Theodor W. Adorno, Joseph E. Stiglitz, Henrik A. Broder, Frank. A Meyer! Zwei Forscher der Universitäten Limerick und Southampton haben nachgewiesen, dass Mittelinitialen die Wahrnehmung von Intellektualität und Kompetenz in einem wissenschaftlichen Umfeld positiv beeinflussen.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 27. Januar 2016 von Adrian Bühler

Käfigturm: Ein Fall für den neuen Bundeskanzler

Transparenz in der Politik ist wichtig und wird auch immer lauter gefordert. Nicht nur, um finanzielle Abhängigkeiten aufzudecken. Die politischen Entscheidungsabläufe sind nicht allen geläufig. Das schweizerische System lebt stark von vielen informellen Einflussmöglichkeiten hinter den Kulissen.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 18. Dezember 2015 von Stefan Wyer

Hoffnung: Virale Online-Verbreitung

Am 5. Mai 2015 wurde mein Kindheitstraum wahr: Unter dem Künstlernamen ND light veröffentlichte ich mein Debütalbum „Münzä“. Da ich nicht unter einem Label-Vertrag stehe, versuche ich, mein Hip-Hop-Album auf eigene Faust zu verbreiten. Böse Zungen behaupten, es gibt in der Schweiz mehr Rapper als Rap-Fans. So sah also die Situation bei meinem Release aus: Hier der enthusiastische Newcomer ND light – dort der von Rappern überschwemmte Markt

Weiterlesen

Veröffentlicht am 07. September 2015 von

Was bringen persönliche Plakate im Wahlkampf?

Kürzlich unterhielt ich mich mit einem alten Bekannten über die Erfolgsfaktoren einer guten Wahlkampagne. Er – ein erfahrener Werber und Kampagnenmacher mit feinem politischen Gespür – war klar der Ansicht: „Persönliche Plakate sind nach wie vor ein extrem wichtiges Mittel im Wahlkampf.“ Wirklich? Ich äusserte meine Zweifel: „Handwerklich gut gemachte Plakate schaden keiner Kampagne. Aber bringen sie im Wahlkampf tatsächlich einen Mehrwert?“ Meiner Meinung nach gibt es wirksamere Massnahmen – und natürlich kommt es auf den Massnahmen-Mix an.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 14. Juli 2015 von Adrian Bühler

Mehr Demokratie durch verständliche Webtexte

Natürlich finden sich auf Webseiten des Bundes und der Kantone viele verständliche Texte. Leider auch viele schwer verständliche. Zu lange Sätze. Zu viele abstrakte Substantive. Zu komplizierte Formulierungen. Zu viele Fachbegriffe. Zu wenig Gliederung. Zu viele Passivkonstruktionen. Zu lange Absätze. Zu viele Nominalgruppen.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 04. September 2014 von Daniel Schnyder

Mit Freewriting denken, kreieren, schreiben

Kennen Sie Freewriting? So gehts: Während einer begrenzten Zeit schreiben (z.B. 5 oder 10 Minuten). Einfach losschreiben. Nicht überlegen, was Sie schreiben sollen. Das Schreiben nicht unterbrechen, sondern immer weiterschreiben. Nicht auf das zurückschauen, was Sie geschrieben haben. Den Text nicht bewerten. Nichts korrigieren. Sinn oder Unsinn spielen keine Rolle, Fehler sind egal.

Wenn ich in einem Kurs Freewriting vorstelle, kommt manchmal die Reaktion: Wie soll das gehen, nicht überlegen und trotzdem schreiben? Es funktioniert. Mit Freewriting entwickle ich Ideen, verfasse erste Entwürfe, überarbeite Textpassagen, suche nach Antworten auf Fragen, kreiere Slogans, wärme mich für das Schreiben auf.

Peter Elbow nennt in «Writing without Teachers» und «Writing with Power» weitere Anwendungen. Er hat Freewriting in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts populär gemacht. Die Methode des freien Schreibens ist natürlich älter. Schriftsteller haben sie immer verwendet, von der Antike über Goethe bis zu den Dadaisten und Surrealisten mit ihrem automatischen Schreiben. Heute erzielen Natalie Goldberg und Julia Cameron mit Büchern zum freien Schreiben grosse Auflagen.

Warum probieren Sie Freewriting nicht mal aus? Von Hand und mit Tastatur. Tauchen Sie in den assoziativen Fluss der Gedanken. Gerne höre ich von Ihren Erfahrungen.

Veröffentlicht am 18. Juli 2014 von Daniel Schnyder

Datenschutz als höchstes Gut?

Persönliche Daten sind zweifelsfrei schützenswert. Doch in gewissen Fällen ist nicht der Schutz der Persönlichkeit das höchste Gut, sondern Anstand, Vernunft und Weitsicht.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 07. März 2014 von administrator

Werber sind keine politischen Kommunikatoren!

Noch im alten Jahr deckte der Tages-Anzeiger auf, wie die Gegner der „Abzockerinitiative“ Studenten anheuerten, die gegen Bezahlung und unter falschen Namen auf News-Portalen Kommentare schreiben sollten. Gesucht wurden die Studenten von einer Zürcher Werbeagentur, die für Economiesuisse Plakate und Anzeigen gegen die Initiative von Thomas Minder gestaltet hat. Die zuständige Kampagnenleiterin bei Economiesuisse stellte klar, dass der Wirtschaftsverband nichts von dieser Aktion wusste.

Weiterlesen

Veröffentlicht am 03. Januar 2013 von Adrian Bühler