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Mit Freewriting denken, kreieren, schreiben

Kennen Sie Freewriting? So gehts: Während einer begrenzten Zeit schreiben (z.B. 5 oder 10 Minuten). Einfach losschreiben. Nicht überlegen, was Sie schreiben sollen. Das Schreiben nicht unterbrechen, sondern immer weiterschreiben. Nicht auf das zurückschauen, was Sie geschrieben haben. Den Text nicht bewerten. Nichts korrigieren. Sinn oder Unsinn spielen keine Rolle, Fehler sind egal.

Wenn ich in einem Kurs Freewriting vorstelle, kommt manchmal die Reaktion: Wie soll das gehen, nicht überlegen und trotzdem schreiben? Es funktioniert. Mit Freewriting entwickle ich Ideen, verfasse erste Entwürfe, überarbeite Textpassagen, suche nach Antworten auf Fragen, kreiere Slogans, wärme mich für das Schreiben auf.

Peter Elbow nennt in «Writing without Teachers» und «Writing with Power» weitere Anwendungen. Er hat Freewriting in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts populär gemacht. Die Methode des freien Schreibens ist natürlich älter. Schriftsteller haben sie immer verwendet, von der Antike über Goethe bis zu den Dadaisten und Surrealisten mit ihrem automatischen Schreiben. Heute erzielen Natalie Goldberg und Julia Cameron mit Büchern zum freien Schreiben grosse Auflagen.

Warum probieren Sie Freewriting nicht mal aus? Von Hand und mit Tastatur. Tauchen Sie in den assoziativen Fluss der Gedanken. Gerne höre ich von Ihren Erfahrungen.

Veröffentlicht am 18. Juli 2014 von Daniel Schnyder